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Alltag- oder der normale Wahnsinn ;)

Beerdigung

 

 

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25. April 2006  LANDAU

Abschiedsfeier. Hände schütteln. Fremde Gesichter. Verwandte, die ich gar nicht kannte... Kinder, Partner meiner Verwandten. ZEIT. Dehnbarer Begriff. ENDLICHKEIT. Ende.

Habe am offenen Sarg von meinem Onkel Abschied nehmen können. Meinen (Lieblings-) Vetter aus meinen Kindertagen dabei stützend ... Erschrocken sehend, dass dieses Totengesicht nicht mehr dem Gesicht ähnelt, das ich noch von meinem Onkel in Erinnerung habe, aus den Zeiten, als er mit seiner Frau --vor Jahren-- gesund und munter bei einem Treffen mit meinem Vater seine Scherze machte...

Nein - jetzt sah sein ausgemergeltes Greisengesicht dem Gesicht meines Vaters so ähnlich. Er wäre in diesem Jahr 80 Jahre alt geworden. Mein Vater, der ältere Bruder, wird im August 85 Jahre. Ich hoffe es. Nach dieser neuen Erfahrung mit dem Sterben der Eltern-Generation fühle ich mich leicht erschüttert in meinen Grundfesten.   ----   Es ist ein eigenartig Ding zu sehen, spüren, wie sich ALLES verändert. Endet. Zu Ende ist. Vielleicht noch nicht fertig ist? Oder endlich beendet worden ist...

Sein letzter BEWUSSTER Atemzug war an dem Tag, Abend, als seine Frau vor vier Jahren ebenfalls mit dem Sterben begann, d.h. nicht mehr zu Bewusstsein kam. Und er wollte sterben.. Sagen seine Kinder, die ihn regelmäßig besuchten, manche täglich, weil sie in der Nähe wohnten. Aber  'Der-Mutter-nachfolgen-wollen' war ein so intensiver Wunsch von ihm, den er sich nun offenbar mithilfe eines Bluthochdruckleidens und damit plötzlichen Gehirnschlag erfüllen konnte. ---  Eigentlich ein schöner Tod, denke ich mir. Wenn ich an das langsame Sterben meiner eigenen Mutter denke, sie starb 1988 an Lungenkrebs, dann ist so manches wie ein deja-vu-Erlebnis, und doch wieder anders... Klar. Damals war ich diejenige, die aktiv die ganzen Beerdigungsformalitäten zu erledigen hatte,,,, heute waren es die Kinder meines Onkels. Die nun zum Tod ihrer Mutter vor 4 Jahren auch den Verlust des Vaters zu beweinen haben.

Sorge macht mir mein gesagter Lieblingsvetter... Er ist psychisch eher ein depressiver Mensch. Hatte damit auch schon gesundheitliche Probleme in seinem Leben. Vor Jahren... Nach dem Tod seiner Mutter kam erneut --verständlich-- ein tiefes Loch, das sich vor ihm auftat. In das er hinein stürzte.. Doch dann wurde ER die Stütze seines Vaters in den kommenden Jahren. Er war täglich bei ihm. Und jetzt???

"Nun kann ich beide betrauern. Die Zeit, um die Mutter zu trauern, hatte ich nicht", das waren seine Worte. Was wird das bedeuten? Wie kann er trauern? Seine Frau kann ihm eine Stütze sein. Seine nun schon erwachsene Stieftochter ist ebenfalls ein lieber Mensch, und der jüngere Bruder (huch, er ist auch schon 50 , den habe ich gestern auch wieder 'erkannt' und nicht mehr nur als den 'kleinen' Bruder aus den Sommerferien-Spieltagen wahrgenommen.... er ist ja auch noch da.

Meine in Frankreich lebende und arbeitende 60-jährige Kusine wird vielleicht bald nach Deutschland zurückkehren, wenn sie wunschgemäß früher in Rente gehen wird. Sie ist ein sehr interessanter Mensch, den ich wirklich gerne näher kennenlernen möchte.... jetzt nachdem unsere 'Kinder-Eifersüchteleien' Schnee von gestern sind: Sie als die ÄLTERE von uns hatte bereits 'Jungens-Erfahrungen' *gggg* -- ich damals nicht ... deshalb waren sie und ihre Freundinnen in den Sommerferien 'andersweitig' beschäftigt, während ich mit meinem lieben Vetter die Gegend unsicher machte: In Baustellen rumturnen, unreife Zwetschgen mopsen, im Büro vom Opa dessen Klebstoff zum Bau von Fantasybauten aus Nudelpackungen verwenden...oder das Lesen seiner SIGURD-Hefte bzw. meiner *grübel*...irgendso SF-Serien..Ach ja, nicht zu vergessen, bei Oma im Kämmerchen heimlich ihre eingemachten Gurkenbestände niedermachend (hm, war ich das nicht alleine??!! Oha!)

Jedenfalls -- meine Kusine ist mir als erwachsener Mensch ein neues Interesse Wert,... Aber dazu ein ander Mal mehr.

Ich sehe, dass die Uhr erbarmungslos weiterrückt: Schon ist es 05:04 -- und ich habe noch vor meiner ersten Schulstunde einen Akupunktur-Termin + Aufbauspritze, die ich mir sozusagen heute gönne... es wird hoffentlich ein guter Tag werden!

DANKE GOTT für die Bewältigung dieses Tages gestern und die vielen wichtigen Erfahrungen, die ich machen durfte.. konnte noch gar nicht alles beschreiben. Es arbeitet noch in mir. Aber nach einer Denkpause werde ich es hier niederschreiben..

z.B. meine Einstellung und Fähigkeit / Unfähigkeit zu FREUNDSCHAFT halten... Knüpfen wollen ... alleine sein wollen ... Ähnlichkeit mit der Einzelgängernatur meines Vater, die sich in einer leicht pessimistischen Einstellung niederschlagen kann (bin ICH ein Pssimist?? Eher weniger.. aber was bin ich??)

z.B. welche Erfahrung dieses Treffen für Menschen hatte, die mich und meinen afrikanischen Mann nicht kannten; und für die, die nur mich bisher kannten; oder nur vom Hören-Sagen ---- wie sich manches davon in meiner Seele wiederspiegelt ---- welche Gespräche sich für meinen Mann und mich ergaben  

z.B. welche Konsequenzen ich für mich ziehen kann; was ich zusammen mit meinem Mann tun kann...

Viele Gedanken. Für heute morgen - reicht's )

26.4.06 05:25


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Mit meinem Mann werde ich heute zur Beerdigung des Bruders meines Vater fahren fahren (hin und zurück 6 Stunden Bahnfahrt). Die letzten Tage NACH jenem Foto vom ersten tollen Frühjahrsspaziergang waren mehr als hektisch... bitte um Entschuldigung, wenn ich viel mails nicht beantworten konnte bzw. nicht wie sonst im/in foren präsent bin.

Hatte mich am Sonntag nach meinem Stoßgebet in der Kirche zwar getröstet gefühlt ... aber keine Vorstellung gehabt, wie ich das alles auf die Reihe kriegen soll derzeit. Ich meine, nicht nur, dass ich ab nächstem Freitag meine Klasse erst mal für 12 Wochen nicht mehr sehen werde, dafür die Innenwände von Krankenhaus und sonstigen REHA-Plätzen (ich kriege ein neues Ersatzteil *juhu* -- die Versicherung wird schwer heulen..). Das bedeutet ,

a) dass ich für mögliche Vertretung/en so viel wie möglich vorbereiten will, damit ich die Klasse nach den Sommerferien als Dritte Klasse gut weiterbringen kann und auch die restliche Zeit bis zum Zeugnis *jaja* sinnvoll genutzt werden kann - und auch die vertretenden Lehrermenschen einigermaßen überleben

b) dass ich meine liebe Referendarin in der nächsten Woche gut in ihre ENTSCHEIDENDE Prüfungsstunde begleiten kann. Dann nämlich ist ihre Ausbildung beendet und die Suche des Arbeitsplatzes beginnt... auch für Junglehrer heutzutage kein leichtes Unterfangen.

c) dass ich --nebenher*kreisch*-- meine SACHEN für 5-6 Wochen Außer-Haus-Leben zusammensuche... boah.. das ist ein Mist.. ich meine, WIE VIELE KOFFER DARF ICH PACKEN *ggg*  Ich bin ja nie gut im Kofferpacken gewesen. Und 'entscheiden', was ich wann brauche-- hach, das kann ich ja heute noch nicht. -- Andererseits -- das macht mir im Moment gerade nicht zu sehr Kopfzerbrechen (Vielleicht wieder heute nacht im Traum ;((((

d) und jetzt seit mein Onkel plötzlich verstorben ist, der einzige Restverwandte meines Vaters bzw. jener Generation... stand ich vor der Frage: Wie händeln??? Nämlich erstens, was tun, damit mein alter Vater(85 Jahre, alleine lebend, selber kaum mehr zurecht kommend, gerade ziemlich schwach usw.) mit dem Schock zurecht kommt. Mittlerweile stellte sich heraus, dass er zu schwach für den Besuch der Beerdigung ist. Aber mein Vetter, der einzige den ich in den vergangenen 45 Jahren seit meines regelmäßigen Sommerferien-Aufenthaltes als Kind im Hause meines Onkels und meiner (vor 4 Jahren verstorbenen Tante) nochmal gesehen habe, ja also dieser wünschte sehr, mich dort bei der Beerdigung zu treffen... Nun ja.. ABER: Wie sollte ich mich aus der Schule loseisen?? Keine Ahnung noch am Sonntag. Aber ich wusste--wie oft-- nach dem Beten: Es wird eine Lösung geben!

Und jetzt ist sie da.. Durch unvorstellbar zufällige 'Fügung' erwischte ich meine Schulleitung auf einem verständnisvollen Fuß... ich kriege heute einen (nachzuarbeitenden) Tag frei und fahre also gleich los...

In diesem Sinne...

Ciao

PS: Meiner Referendarin habe ich natürlich noch den Schreibtisch voll mit wichtigen Unterlagen gepackt und für die Restvertretungen Material gerichtet... nach dem Abschließen des Schulhauses um 17:30 Uhr *argl* schleift ich mich und meine 2 Schultaschen und Futterrucksack *ggg* zu meinem Leib-und-Magen-Akupunktöööör, damit der mich noch etwas fittttter mache.. er versuchte sein Bestes.. bis ich dann beim Einschlafen merkte, dass mein Kopf wieder holterdipolter sich im Kreise drehen will... also noch 2 medis hinterher.. *würg*

So... jetzt gehe ich meine Sachen packen: Getränke, Obst und Karotten für die Reise.. (hoffe, dort gibt es dann nicht nur Kalorienbombe *ups* -- momentan ist mein Magen eh wieder sehr verstört. Diese Beerdigung schlägt ihn dermaßen...

Dann noch einen Berg Schulhefte zum Nachgucken.. wie soll ich sonst die Bahnfahrt -und mogen die Schule- überstehen *grins.nur.nicht.schlapp.machen* Nach dem Motto: Es kann nur besser werden!!!!

25.4.06 07:27


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